Der Bonner Kunstverein freut sich, die Einzelausstellungen der Peter Mertes Stipendiat*innen Yoora Park, Simon Persson und Mira M. Yang zu präsentieren:
Yoora Park: Circus HQ
Simon Persson: F1
Mira M. Yang: He that plays the king shall be welcome
Mira M. Yangs künstlerische Praxis ist geprägt von einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit Prozessen der Subjektivierung und der kollektiven Erinnerung, vornehmlich im Kontext transkultureller Zugehörigkeiten und diasporischer Erfahrungen. Von besonderem Interesse sind dabei die Brüche, Lücken und Verschiebungen zwischen Ereignis und Erzählung, Erfahrung und Erinnerung, häufig in Bezug auf historische Konstellationen der koreanischen und deutschen Geschichte. Mittels ortsspezifischer Installationen, kinetischen Skulpturen, Film und Performance entwickeln M. Yang bühnenartige Räume, die soziale und politische Prozesse von Identitätskonstruktion und Geschichtsschreibung verhandeln.
Yoora Park entwickelt räumliche, ortsspezifische Installationen, die zumeist aus der Verschränkung von Klang, Objekt und Video hervorgehen und häufig mit Sound als zentralem Medium arbeiten. Diese haben eine halluzinatorische, beinahe surreale Qualität, die eine Verschiebung von Wahrnehmungsordnungen artikuliert. Indem alltägliche Klänge aus ihren gewohnten Kontexten gelöst, verlangsamt oder durch Überlagerungen transformiert werden, destabilisiert Park architektonische und körperliche Dispositionen und macht sie gleichermaßen als erfahrbare Konstruktionen sichtbar. Sound, Skulptur und Geste greifen dabei ineinander und lassen die Grenzen zwischen den Medien porös werden; der Ausstellungsraum erscheint als ein akustisch wie physisch durchdrungener Erfahrungszusammenhang. Parks Verfahren der medialen Überblendung evoziert das Unheimliche ebenso wie sedimentierte, oft überlagerte Geschichten und Zeitlichkeiten. Realität und Wahrnehmung, Fakt und Narration geraten in ein instabiles Verhältnis.
Dank der großzügigen Unterstützung der Peter Mertes Weinkellerei.