Ein Ensemble aus einer Kunstleder- und einer Echtledertasche, die mit Haarspangen, Halsketten und Armbändern miteinander verbunden sind
Maße variabel
Unikat
850 €
Wisrah C. V. da R. Celestino (*1989 in Buritizeiro, BR) verfolgen eine interdisziplinäre künstlerische Praxis, die die politischen und ästhetischen Nachwirkungen des transatlantischen Kolonialismus untersucht und bestehende institutionelle Strukturen von Sprache, Eigentum und Objektivität hinterfragt. Für ihrer Jahresgabe befestigen sie eine dunkelblaue Handtasche aus Tierleder mit Haarspangen, Halsketten und Armbändern an einer weißen Kunstledertasche. Die Unmittelbarkeit der beiden Taschen, die sich in ihrer Farbe fast diametral gegenüberstehen, ist der Unmittelbarkeit ihrer jeweiligen Ökonomie verschuldet. Indem sie sie mit Accessoires befestigen, unterbrechen Celestino den üblichen Kreislauf dieser Taschen als Modeartikel, bringen Materialien zusammen, die durch unterschiedliche Formen der Extraktion und Produktion geformt wurden, und rücken den Petrokapitalismus und die Viehzucht in den Vordergrund. Celestinos Arbeiten wurden international präsentiert, u.a. im Haus der Kunst, München; Bonniers Kunsthal, Stockholm; Kunstverein Braunschweig; Kunsthalle Bremen; Kunsthal Charlottenborg; Centro Cultural do Banco do Brasil; Museu Nacional da República. Celestino zählen zu den ars viva Preisträger*innen 2025.