C-Print
29,7 x 42 cm
40 + 10 AP
350 € (ungerahmt)
550 (gerahmt)
Henrik Olesen (* 1967 in Esbjerg, DK) verfolgt eine analytisch-konzeptuelle Praxis, in der er gesellschaftliche Normen und Machtstrukturen – insbesondere jene, die Sexualität, Geschlecht, Begehren und rechtliche Kodierungen formen – sichtbar macht und unterläuft. Mit Mitteln wie Collage, Skulptur, Dokumentenmontage und raumbezogenen Installationen isoliert und reorganisiert er Archivmaterial, Gesetzestexte, Bildfragmente oder Alltagsobjekte, um jene unscheinbaren Mechanismen offenzulegen, durch die Körper markiert, klassifiziert und ausgeschlossen werden. Olesens Jahresgabe ist eine Collage aus Fotografien von mittelalterlichen Skulpturen mit expliziten Darstellungen: entblößte Männerkörper, die ihre Genitalien betonen oder spreizen, in selbstbezogenen, exhibitionistischen oder willigen Gesten. Olesen hatte zahlreiche internationale Einzelausstellungen, u.a. im Kunstmuseum Liechtenstein; Galerie Den Frie, Kopenhagen; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Schinkel Pavillon, Berlin; Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco; Museum of Modern Art, New York; Museum für Gegenwartskunst, Basel. 2012 erhielt Olesen den Wolfgang-Hahn-Preis.